Historie

Nordseite des Schlosses

Bauherr des Schlosses , Herzog Johann Albrecht  (08.12.1857 - 16.02.1920)  legte 1896 den Grundstein. Es war das 25. Jahr der Wiederkehr der Reichsgründung und sein zehnter Hochzeitstag mit der ersten Frau Elisabeth, Tochter des Großherzogs Karl Alexander von Sachsen Weimar Eisenach.  Mit der Bestimmung des Namens und der Auswahl der Architektur hat Johann Albrecht einen Bezug zur älteren Geschichte des Landes hergestellt. Schon vor über 1000 Jahren gab es in der Nähe des heutigen Gallentin eine slawische Burg gleichen Namens. "Wiligrad" kommt aus dem Slawischen und heißt "große Burg". Der Architekt des Schlosskomplexes war Professor Albrecht Haupt aus Hannover, der in hervorragender Weise die norddeutsche Backsteinstile in neohistorischer Weise hier vereinte.1896 bis 1903 wurde durch den Forstmeister Ahrens ein Waldpark von 210 ha angelegt. Zahlreiche Skulpturen und Denkmäler wurden errichtet, Exoten gepflanzt. Der Park ist heute nur noch teilweise erhalten.
1898 wurde das Schloss bezogen und bis zum Tod des Herzogs 1920 bewohnt. Bis 1945 waren die Repräsen-tationsräume im Erdgeschoss museal zugänglich. Die Familie wohnte nur zeitweise in Wili-grad.Trotz der Öffnung fanden weiter Veranstal-tungen des fürst-lichen Hauses wie Frühjahrs-, Sommer- und Erntedankfeste, Hochzeiten und Jagden statt. Bis 1941-1945 wurde wertvolles Inventar nach Schleswig-Holstein ausgelagert. Im April 1945 flüchtete die herzogliche Familie vor der anrückenden Roten Armee nach Glücksburg. Im Mai 1945 machte die 15. Schottischen Division unter Generalmajor C.M. Barber das Schloss zu ihrem Hauptquartier. Im Juni 1945 verhandelten hier Vertreter der britischen und der sowjetischen Besatzungsmächte über den Grenzverlauf zwischen Mecklenburg und Schleswig-Holstein. (Barber- Lyaschenko - Agreement) Im Herbst wurde es sowjetisches Lazarett. 1948 nutzte die Landesparteischule der SED das Schloss. Im Jahr 1951 wurde eine Polizeischule eingerichet und bis 1990 als solche genutzt.      

   

Architektur

Johann Albrechts Wunsch war es,   an den Johann-Albrecht-Terrakotta-Stil des   16. Jahrhunderts anzuknüpfen, der eine Ver-knüpfung zwischen der norditalienischen und flandrischen Renaissance darstellte. Der Hauptbau des Schlosses zeigt sich von aussen nach zahlreichen Instandsetzungs-arbeiten seit 1996  in alter Schönheit: Schwarz das Dach, weiß der Kalkputz und rot die Terrakotten. (Wie es der Bauherr damals wollte -  in den Deutschen Reichsfarben schwarz-weiss-rot.) Am Gästeflügel, komplett aus Backstein gebaut, finden wir zahlreiche Terrakotta- Medaillons der herzoglichen Familie. Zu Wiligrad gehören ausserdem der Marstall, Fremdenrosshaus, Automobil-garagen, Federviehhaus, Schlossgärtnerei, Leiterhaus, Kavalierhaus, Gärtnerhaus, Bedienstetenwohnhäuser, Maschinenhaus, Bleichhaus und Pumpstation. Wiligrad verfügte über eine eigene Wasser- und Stromversorgung, Zentralheizung und "Telephon".            

Zum Schlosskomplex gehört auch die Elisabeth- Quelle. Sie befindet sich am Steilufer östlich des Schlosses. Im weiteren Verlauf des Weges finden Sie die Kaiser - Treppe und am Ufer das Pumpenhaus. (Heute alles in altem Glanz restauriert).

 

Schlossgarten   zahlreiche exotische Gewächse

(Magnolienbaum, Ginkgobaum, Tulpenbaum, Kegeleichen, Griechische Tanne, Rhododendren)

 

- Schlossgärtnerei   mit Kräuter- und Blumengarten, Schönwetter-Café, Backofen und zahlreichen Entspannungsmomenten-

siehe auch  www.schlossgaertnerei-wiligrad.de